Geprüft am 29. Juli 2026. KioskPresse ist ein deutscher Zeitschriften-Shop der EXCLUSIV Marketing GmbH und keine kurzfristig aufgesetzte Prämienseite. Im Impressum stehen Handelsregister und Anschrift; der Betreiber verweist auf Vertriebserfahrung seit 1987 und mehrere hundert Titel. Das eigene Bewertungsmodul zeigte 4,7 von 5 Punkten bei 1.148 Bewertungen. Das ist ein Signal aus dem Shop selbst, keine unabhängige Gesamtnote. Maßgeblich bleiben daher Angebotsseite, Bestellübersicht und Vertragsunterlagen.
Kurzurteil: Wer seinen Wunschtitel bereits kennt, kann bei KioskPresse Print, E-Paper, Probe- und Prämienabos sinnvoll vergleichen. Die Prämie sollte aber nie der erste Filter sein. Entscheidend sind Gesamtpreis und Ausgaben im Erstbezug, der spätere Preis sowie der Termin für Widerruf oder Kündigung.
Zuerst Lesemodus und Titel wählen, dann die Prämie
Das Sortiment reicht von Nachrichten, Wirtschaft und Auto bis zu Familie, Freizeit und Lifestyle. Einige Titel gibt es als Printausgabe, E-Paper oder Kombination aus Print und Digital. Deshalb beginnt die Auswahl beim Format: Wer fast nur auf Tablet oder Rechner liest, sollte zuerst die E-Paper-Kategorie von KioskPresse öffnen. Für Sammeln, Sofa-Lektüre oder ein Geschenk kann Print besser passen.

Für ein Geschenk lässt sich eine abweichende Lieferanschrift eintragen. Die Zeitschrift geht dann an die beschenkte Person, die Rechnung an den Besteller. Vor dem Absenden sollten Besteller, Rechnungsempfänger und Lieferadresse noch einmal getrennt geprüft und die abschließende Bestellübersicht gespeichert werden.
Der Erstbezug rechnet sich nur mit einer realistischen Prämie
Eine Prämie ist kein Sofortrabatt. Nach der allgemeinen Liefervereinbarung verschickt KioskPresse einen Einkaufsgutschein gewöhnlich in der neunten Woche nach Zahlung per E-Mail; eine Geldprämie kann als Verrechnungsscheck per Post kommen. Art und Wert hängen vom Titel ab. Der Anspruch entsteht erst, wenn die Bezugsgebühren der ersten Verpflichtungszeit bezahlt sind.

Ein greifbares Beispiel: Die offizielle Angebotsseite für BILD + FUNK zeigte am Prüftag 13 Ausgaben in drei Monaten für insgesamt 42,90 Euro und einen BestChoice-Gutschein über 25 Euro. Wer diesen Gutschein ohnehin vollständig nutzt, kann den wirtschaftlichen Erstaufwand mit 17,90 Euro ansetzen. Für alle anderen bleiben 42,90 Euro die ehrliche Ausgabe. Zudem nennt die Seite nach der Mindestlaufzeit eine Fortsetzung zum dann gültigen Heftpreis.
Die 17,90 Euro sind nur eine Vergleichsrechnung, keine Rückzahlung von KioskPresse. Bezahlt werden weiterhin 42,90 Euro, während die Prämie später kommt. In der eigenen Rechnung sollte daher zuerst der volle Zahlbetrag stehen und daneben nur der Prämienwert, der sicher genutzt wird. Führt ein Gutschein zu ungeplanten Käufen, ist sein Nennwert nicht vollständig als Ersparnis anzusetzen.
Kostenloser Test und normales Abo sind verschiedene Verträge
Testangebote müssen einzeln gelesen werden. Die aktuelle Probeseite für Auto ZEITUNG bot am Prüftag bis zu sechs kostenlose Ausgaben und einen Widerruf innerhalb der ersten drei Monate; ohne Widerruf folgt ein kostenpflichtiger Bezug. Dieses längere Fenster gehört genau zu diesem Angebot. Es darf nicht auf andere Titel übertragen werden. Für ein gewöhnliches Abo nennt die Widerrufsbelehrung 14 Tage ab Erhalt der ersten Ausgabe.
Bei Aussagen wie „0 Euro“ oder „Ausgaben geschenkt“ gehören vier Punkte in die eigenen Notizen: Zahl der Gratishefte, Zahl und Gesamtpreis der anschließenden bezahlten Hefte, letzter Tag für den Widerruf und richtiger Empfänger der Erklärung. Ein Werbebanner allein ist keine Vertragszusammenfassung.
Auch nach dem Bestellklick gibt es zwei leicht verwechselte Zeitpunkte. Laut Hilfe kann der Bestätigungslink bis zu einer Stunde benötigen; zuerst sollte der Spam-Ordner geprüft werden, statt die Bestellung sofort zu wiederholen. Das spätere Begrüßungsschreiben nennt Datum und Nummer der ersten Ausgabe. Bestätigungsmail, Begrüßungsschreiben und finale Bestellübersicht gehören zusammen, weil sie Vertrag, Lieferbeginn und Kundendaten dokumentieren.
Automatische Fortsetzung und getrennte Servicewege nicht übersehen
Die Liefervereinbarung von KioskPresse sieht nach der Mindestvertragslaufzeit eine Fortsetzung auf unbestimmte Zeit vor. Danach ist der Vertrag mit einer Frist von einem Monat in Textform kündbar. Dafür gibt es ein Online-Kündigungsformular; die zehnstellige Kundennummer steht in der schriftlichen Auftragsbestätigung. Fehlt die Kündigungs-ID, nennt die Seite zusätzlich die E-Mail-Adresse für Bestandskunden.
Widerruf und Kündigung lösen unterschiedliche Situationen: Der Widerruf betrifft die neue Bestellung, die Kündigung ein bereits laufendes Abo. Steigt der vereinbarte Preis um mehr als zehn Prozent, nennt die allgemeine Vereinbarung außerdem ein außerordentliches Kündigungsrecht zum Ende des nächsten Monats. Gesponserte Aktionen können pro Haushalt begrenzt sein. Bei einer Preismitteilung oder abgelehnten Mehrfachbestellung sollten ursprüngliche Bestätigung und neue Nachricht gemeinsam aufbewahrt werden.
Eine Fortsetzung wiederholt außerdem nicht automatisch das Einführungsangebot. Prämie, Gratishefte und Erstbezugskombination laufen gewöhnlich nicht erneut; anschließend gilt der dann aktuelle Titelpreis. Ende des Erstbezugs und späterer Preis je Ausgabe gehören deshalb in denselben Kalendereintrag, damit vor Ablauf der Kündigungsfrist noch ehrlich verglichen werden kann.
PVZ Pressevertriebszentrale als Zahlungsempfänger ist bei einem Prämienabo nicht automatisch ein Warnsignal. KioskPresse erklärt, dass PVZ Verwaltung, Belieferung und Rechnungsstellung übernimmt und deshalb bei PayPal-Zahlungen erscheinen kann. Für eine neue Bestellung und ein laufendes Abo gibt es unterschiedliche Kontaktwege. Kundennummer, Titel, Bestelldatum und erste Ausgabennummer machen eine Anfrage wesentlich eindeutiger.
Printlieferungen sind derzeit auf Deutschland begrenzt. Spätestens drei bis vier Tage nach der Bestellung soll ein Begrüßungsschreiben mit Datum und Nummer der ersten Ausgabe versandt werden. Kommt die Ausgabe zu diesem Termin nicht, ist der Bestandskundenservice mit Kundennummer der richtige nächste Schritt. Beim normalen Widerruf müssen bereits erhaltene Hefte nicht zurückgesendet werden.
Für wen KioskPresse passt und für wen eher nicht
Passend ist der Shop für Leser, die einen bestimmten Titel regelmäßig lesen, Erstbezug und Fortsetzung getrennt rechnen und einen Kündigungstermin verwalten können. Auch ein Geschenkabo funktioniert gut, wenn Titel, Empfänger und Rechnungsadresse vorher feststehen.
Weniger passend ist er für Käufer, die nur auf den hohen Prämienwert reagieren, zwischen Print und Digital noch unsicher sind, laufende Verträge leicht vergessen oder eine Prämie direkt nach der Bestellung erwarten. Für gelegentliche Einzelhefte kann der normale Kiosk oder ein Bibliotheksangebot bequemer sein.
Meine Reihenfolge vor dem Bestellklick
- Über die EuroSnip-Shopseite zu KioskPresse zum richtigen offiziellen Titel und Format gehen.
- Gesamtpreis, Ausgabezahl und Lieferbeginn des Erstbezugs notieren und den Preis je Ausgabe berechnen.
- Die Prämie nur mit dem persönlich nutzbaren Wert ansetzen und die Zustellung ab der neunten Woche akzeptieren.
- Die finale Bestellübersicht sichern und Mindestlaufzeit, späteren Preis sowie Widerrufs- und Kündigungsweg markieren.
- Falls keine langfristige Fortsetzung gewünscht ist, einen Termin mit mehr als einem Monat Vorlauf setzen.
Mit dieser Reihenfolge bleibt die Prämie ein Zusatznutzen und verdeckt nicht den laufenden Vertrag. Erst wenn Titel, Format und komplette Rechnung passen, sollte die Bestellung abgeschickt werden.




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