Stand der Angaben: 19. Juli 2026. sim.de ist keine kurzfristige Tarifmarke: Das Angebot besteht seit 2014, wird von der Drillisch Online GmbH betrieben und gehört damit zur United-Internet-Gruppe. Der Anbieter nennt mehr als eine Million Kundinnen und Kunden und verweist auf ein TÜV-geprüftes Onlineportal sowie Auszeichnungen rund um Fairness und Preis-Leistung. Das eigentliche Geschäftsmodell ist leicht zu verstehen: günstige Monatspreise gegen weitgehend digitale Selbstverwaltung.
Kurzurteil: sim.de gehört auf die Auswahlliste, wenn du dein Smartphone schon besitzt, deinen Vertrag in der Servicewelt selbst verwalten möchtest und die Abdeckung des 1&1-Netzes an Wohnort, Arbeitsplatz und Pendelstrecke vorher prüfst. Wer persönlichen Filialservice erwartet oder sich nicht mit eSIM, Portierung, Datenautomatik und Kündigungsdatum beschäftigen will, spart mit dem niedrigen Monatspreis möglicherweise am falschen Ende.
Warum sim.de günstig sein kann: Selbstverwaltung ist Teil des Produkts
Die aktuellen Mobilfunktarife nutzen das 5G-Netz der Schwestergesellschaft 1&1. Telefonie und SMS in deutsche Netze sowie EU-Roaming gehören laut Tarifdarstellung dazu. Der Netzname allein beantwortet aber nicht, ob der Empfang in einer Altbauwohnung, im Büro, im Keller oder auf einer Bahnstrecke passt. Prüfe deshalb mindestens deine drei wichtigsten Orte im offiziellen Netz-Check von sim.de, bevor du Datenvolumen oder Laufzeit vergleichst.
Auch die Serviceform ist ein Kaufkriterium. Die Servicewelt im Browser und als App bündelt Tarifdaten, Rechnungen, Kundendaten, PIN und PUK, Kartensperre, Ersatzkarte, Portierung und Optionen. sim.de bietet zusätzlich Kontaktformular, Telefon und tägliche Erreichbarkeit zwischen 6 und 22 Uhr, ist aber kein Anbieter, bei dem eine Filiale den Vertrag für dich sortiert. Wer Vertragsunterlagen selbst liest, bekommt einen direkten Ablauf. Wer bei jeder Unklarheit einen Laden aufsuchen möchte, wird den digitalen Preisvorteil weniger deutlich spüren.
Zuerst die Laufzeit wählen, dann das Datenvolumen: Flexibilität kostet aktuell wenig
Am Prüftag zeigt die offizielle SIM-only-Seite jede Datenstufe sowohl mit 24 Monaten als auch mit einem Monat Laufzeit. 25 GB kosten aktuell 6,99 Euro monatlich, 40 GB 8,99 Euro, 60 GB 12,99 Euro und 80 GB 15,99 Euro. Die Karten nennen 5G, bis zu 50 Mbit/s, eine Allnet-Flat für Telefonie und SMS sowie EU-Roaming. Aktionsmengen und Preise können wechseln; dauerhaft nützlich bleibt deshalb die Rechenmethode aus Mindestlaufzeit, Bereitstellung, SIM-Form und Zusatzoptionen.
Für die 24-Monats-Varianten steht momentan ein Bereitstellungspreis von 0 Euro, für die monatlich kündbaren Versionen 9,99 Euro. Beim 25-GB-Tarif kostet die Grundversorgung über 24 Monate mit eSIM und ohne Extras 167,76 Euro. Wer dieselbe flexible Variante ebenfalls 24 Monate nutzt, kommt auf 177,75 Euro. Die Differenz beträgt nur 9,99 Euro. Bei 40 GB sind es entsprechend 215,76 gegenüber 225,75 Euro. Bleibt der Monatspreis identisch, ist eine zweijährige Bindung allein für den Erlass dieser einen Gebühr nicht automatisch die bessere Entscheidung.
Eine klassische SIM kostet derzeit einmalig 2,99 Euro, die eSIM wird ohne diesen Kartenpreis angeboten. Vor dem Abschluss solltest du außerdem prüfen, ob Smartphone, MultiCard, Sicherheitssoftware, Entertainment oder andere Optionen im Warenkorb liegen. Monatspreis mal 24 reicht als Gesamtrechnung nicht aus. Speichere Vertragszusammenfassung und Produktinformationsblatt, damit sich eine anteilige Gebühr im Aktivierungsmonat oder eine einmalige Position auf der ersten Rechnung später nachvollziehen lässt.
25, 40, 60 oder 80 GB: Entscheide nach der verbrauchsstärksten Woche
25 GB passen eher zu einem Alltag mit zuverlässigem WLAN, Navigation, Messaging, Musik und gelegentlichen Videos. 40 GB schaffen mehr Reserve für Pendeln, Kurzvideos und einen gelegentlichen Hotspot, ohne dass Mobilfunk das Heimnetz ersetzen muss. 60 oder 80 GB werden interessant, wenn unterwegs regelmäßig Video läuft, auf Reisen viel navigiert wird oder ein Notebook häufiger Daten teilt. Öffne die Verbrauchsstatistik der letzten drei Monate und orientiere dich am höchsten Monat sowie an der stärksten Woche, nicht an einem geschönten Durchschnitt.
Zusätzlich bietet sim.de Unlimited on demand an. Aktuell stehen zunächst 40 GB bereit; danach lässt sich kostenlos jeweils 1 GB nachbuchen. Die Datenmenge kann also weiter wachsen, doch sie ist nicht ohne Eingriff dauerhaft offen. Für einige zusätzliche Gigabyte am Monatsende ist das praktisch. Wer täglich lange über den Hotspot arbeitet, große Dateien hochlädt oder Mobilfunk als Festnetzersatz nutzt, kann die wiederholte Freigabe als echte Unterbrechung empfinden.
Unlimited on demand darf außerdem nicht mit der Datenautomatik verwechselt werden. Bei regulären Tarifen kann die Datenautomatik nach Verbrauch des Inklusivvolumens automatisch weiteres Volumen bereitstellen. sim.de bezeichnet sie als Tarifbestandteil, erklärt aber ausdrücklich, dass sie nach Freischaltung in der Servicewelt, schriftlich oder telefonisch deaktiviert werden kann. Wenn du Kosten kontrollieren willst, prüfe diese Einstellung am ersten Tag statt erst nach einer Verbrauchs-SMS.
Beim Start zählt die Reihenfolge: eSIM, Portierung und Servicewelt sauber trennen
Eine eSIM aus einem Neuvertrag wird laut sim.de automatisch aktiviert. Ohne gewähltes Datum geschieht das schnellstmöglich, mit Termin am angegebenen Tag; die Aktivierung kann bis zu 24 Stunden dauern. Für iPhones nennt die aktuelle Anleitung mindestens iOS 17.4. Bei einem späteren Wechsel von Plastik-SIM zu eSIM oder bei einer Ersatzkarte erscheint der QR-Code in der Servicewelt und kann nur einmal verwendet werden. Für die Aktivierung einer bestellten Ersatz-eSIM bleiben 60 Tage. Plane einen Gerätewechsel deshalb nicht in einen Moment, in dem du weder E-Mail noch Internetzugang sicher hast.
Die Rufnummernmitnahme ist kostenlos und kann beim Bestellen oder nachträglich in der Servicewelt beauftragt werden. Abweichende Daten beim Altanbieter sind die häufigste vermeidbare Hürde: Name, Geburtsdatum und Vertragsinhaber müssen übereinstimmen. Für eine Portierung zum Vertragsende kann der Auftrag bis zu 120 Tage vorher gestellt werden; die spezielle Informationsseite nennt außerdem ein Fenster von höchstens 85 Tagen nach Vertragsende. Bei einer sofortigen Portierung muss der bisherige Anbieter die Nummer zuerst freigeben. Der alte Vertrag endet dadurch nicht, sondern läuft mit einer Ersatznummer weiter.
Die sichere Abfolge lautet daher: Status und Kundendaten des Altvertrags prüfen, SIM oder eSIM wählen, Bestellung und Portierung abschicken und den bestätigten Termin abwarten. Wirf die alte Karte nicht weg, nur weil die neue Nummer schon sichtbar ist, und setze Rufnummernmitnahme niemals mit einer Kündigung des alten Vertrags gleich.
Wo Zusatzkosten entstehen können: erste Rechnung, Roaming und Optionen
Die erste Rechnung muss nicht wie ein voller Standardmonat aussehen. Der Neukunden-Guide erklärt, dass der Paketpreis im Aktivierungsmonat anteilig berechnet wird und Anschluss- oder Gerätekosten früh auftauchen können. Neukunden erhalten die erste Rechnung zusätzlich per Post; später liegen die Dokumente normalerweise in der Servicewelt und werden per E-Mail angekündigt. Weicht der Betrag von der Tarifkarte ab, prüfe zuerst Aktivierungszeitraum, Einmalentgelte und gebuchte Optionen, bevor du nur den Monatspreis vergleichst.
Auch „Roam like at home“ hat Grenzen. Die offizielle Roamingseite beschreibt die Nutzung in der EU und den zum Europäischen Wirtschaftsraum gehörenden Ländern; eine überwiegende Dauernutzung im Ausland kann unter die Fair-Use-Regeln fallen. Die Schweiz gehört nicht zum regulären EU-Roaming. Satellitennetze auf Kreuzfahrtschiffen, Fähren und in Flugzeugen fallen ebenfalls nicht darunter und können sehr teuer werden. Öffne vor der Reise die für deinen Vertrag hinterlegte Preisliste und schalte auf Schiffen oder im Flugzeug die automatische mobile Datenverbindung aus.
Ein online geschlossener Mobilfunkvertrag kann innerhalb von 14 Tagen ab Vertragsbeginn widerrufen werden. Bei bestellter Hardware beginnt die Frist mit dem Erhalt der Ware. Für die Kündigung zählen Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist, die in deiner eigenen Servicewelt unter den Tarifdetails stehen. Die aktuelle Auswahl unterscheidet klar zwischen einem und 24 Monaten; nach einem Tarifwechsel, einer Gerätebestellung oder einem später angenommenen Angebot können Kosten und Fristen jedoch anders aussehen. Bewahre deshalb jede Änderungsbestätigung auf.
Für wen sim.de passt – und wann ein anderer Weg sinnvoller ist
Gut passend: Du besitzt bereits ein geeignetes Smartphone, hast an den wichtigen Orten eine brauchbare 1&1-Abdeckung, verwaltest Verträge gern digital und vergleichst nicht nur Monatspreise, sondern auch Laufzeit und Optionen. Besonders interessant ist die flexible Version, wenn sie gegenüber 24 Monaten tatsächlich nur die einmaligen 9,99 Euro mehr kostet.
Eher unpassend: Du brauchst Beratung in einer Filiale, die 1&1-Versorgung ist in deiner Wohnung schwach, du bist häufig in der Schweiz oder auf Schiffen unterwegs, du erwartest einen vollständig automatischen Unlimited-Tarif oder übersiehst leicht unnötige Zusatzoptionen. Ein niedriger Grundpreis gleicht diese Reibung nicht aus.
Meine Reihenfolge vor dem Abschluss besteht aus sechs Schritten: drei wichtige Orte im Netz-Check prüfen; den höchsten Datenverbrauch der letzten drei Monate ansehen; in derselben Datenstufe einen und 24 Monate vollständig rechnen; vor eSIM die Gerätekompatibilität bestätigen; vor Portierung die Altvertragsdaten abgleichen; nach Aktivierung sofort Servicewelt, Datenautomatik, Rechnung, Kündigungsdatum und Optionen kontrollieren. Aktuelle Preise und verbindliche Produktblätter findest du auf der offiziellen SIM-only-Seite von sim.de. Die Shop-FAQ und bereits erfasste EuroSnip-Inhalte stehen auf der EuroSnip-Shopseite zu sim.de.



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