Stand: 15. Juli 2026
M-net ist kein bundesweit an jeder Adresse verfügbarer Massenanbieter, sondern ein regionaler Glasfaserspezialist mit Schwerpunkt Bayern. Das 1996 gegründete Unternehmen nennt rund 510.000 Privat- und Geschäftskundenanschlüsse, etwa 907.000 erschlossene Haushalte im FTTC/B/H-Potenzial und mehr als 920 Beschäftigte. Als öffentliche Vertrauenssignale führt M-net unter anderem das Trusted-Shops-Siegel, mehr als 3.700 positive CHECK24-Bewertungen sowie Service- und Preisauszeichnungen aus dem Jahr 2025 an. Das spricht für einen etablierten Anbieter, ersetzt aber nicht den Blick auf die konkrete Adresse, Hausverkabelung und lokale Bereitstellung.
Kurzurteil: Ist an der eigenen Adresse echtes FTTH verfügbar, gehört M-net in den Preisvergleich mit Telekom, Vodafone und 1&1. Entscheidend sind jedoch weder der Preis der ersten sechs Monate noch die maximal beworbenen 5.000 Mbit/s. Zuerst kommt der Adresscheck, dann der passende Tarif, anschließend die Rechnung über 24 Monate und erst danach die Entscheidung über Router, Wechselservice und Zusatzoptionen.

Erst die Adresse prüfen, dann 500, 1000 oder 2000 wählen
Welche Geschwindigkeit tatsächlich buchbar ist, hängt von Adresse, Anschlusstechnik und Gebäudeinfrastruktur ab. Deshalb beginnt die Auswahl auf der M-net Tarif- und Verfügbarkeitsseite. Nach Eingabe von PLZ, Ort, Straße und Hausnummer sollte zusätzlich das Produktinformationsblatt des konkreten Tarifs geöffnet werden. FTTH, FTTB und VDSL können sich bei Upload, Tarifauswahl und Endpreis deutlich unterscheiden.
Für viele Singles und Paare reichen 100 oder 250 Mbit/s für Streaming, Videokonferenzen und Alltag aus. In Familien, WGs oder Haushalten mit parallelem 4K-Streaming, Cloud-Backups und großen Downloads ist 500 Mbit/s oft der vernünftigere Ausgangspunkt. 1.000 oder 2.000 Mbit/s lohnen sich eher bei vielen intensiven Nutzern und hohem Upload-Bedarf. Beim 5.000er-Tarif müssen außerdem Router, Netzwerkkarte und Heimverkabelung zur 10-Gbit/s-Technik passen; sonst bleibt ein großer Teil der Leistung ungenutzt.
Internet ohne Festnetz und Internet & Telefon sollten getrennt verglichen werden. Nicht nur die Telefonfunktion, sondern auch enthaltene Optionen und Preisstufen können abweichen. Als praktische Basis würde ich zunächst 500 und 1.000 Mbit/s gegenüberstellen und nur dann höher gehen, wenn ein konkreter Engpass damit gelöst wird.
Der 24-Monats-Preis zählt, nicht nur der Einstiegspreis
Am 15. Juli 2026 zeigte die Tarifseite für Internet & Telefon 500 beispielsweise 14,90 Euro monatlich in den ersten sechs Monaten, 44,90 Euro ab Monat sieben und 49,90 Euro ab Monat 25. Für den Vertrag mit 24 Monaten Laufzeit wurden 29,90 Euro Bereitstellung und 80 Euro Online-Vorteil für berechtigte Online-Neukunden ausgewiesen. Aus den Tarifkosten der ersten 24 Monate plus Bereitstellung und abzüglich der Gutschrift ergibt sich rechnerisch ein Durchschnitt von rund 35,31 Euro pro Monat – noch ohne Routerversand und weitere Optionen.
Vor dem Abschluss neu rechnen: sechs Monate Einstiegspreis plus 18 Monate Folgepreis, dazu Bereitstellung, Hardware, Installation und Optionen, abzüglich der tatsächlich anwendbaren Online-Gutschrift. Der Online-Vorteil ist keine Barauszahlung, sondern wird mit Rechnungen verrechnet. Er setzt bei den ausgewählten Tarifen unter anderem voraus, dass in den vorangegangenen drei Monaten kein M-net Festnetz-Internetanschluss im Haushalt bestand. Maßgeblich bleiben immer Adresscheck, Produktinformationsblatt und Bestellübersicht.
Wenn der alte Vertrag noch läuft, lohnt zusätzlich ein Blick auf die M-net Gutscheine bei EuroSnip. Ein Wechselwecker-Gutschein ist aber kein Grund, einen unpassenden Tarif zu früh abzuschließen. Kündigungstermin, Verfügbarkeit und Gesamtkosten sind wichtiger als eine kleine einmalige Gutschrift.
Router und Anbieterwechsel: Komfort gegen Eigenkontrolle

Mit einem M-net Router kann der Anbieter Leitung und Endgerät gemeinsam prüfen. Die Optionen WLAN-Router S, M und L sind Leihgeräte; pro Anschluss ist nur ein Gerät vorgesehen, das konkrete Modell richtet sich nach der technischen Ausführung. Auf der offiziellen Seite werden zudem 9,90 Euro Versand genannt. Endet die Routeroption oder der Internetvertrag, muss das Gerät mit dem Originalzubehör zurück.
Ein eigener Router ist möglich, verschiebt aber Verantwortung. Bei einer Störung muss zunächst ausgeschlossen werden, dass das eigene Gerät die Ursache ist. M-net kann die Leitung prüfen, jedoch keine vollständige Ferndiagnose für fremde Hardware leisten. Wer sein Heimnetz bewusst selbst verwaltet, sollte Schnittstellenbeschreibung und Zugangsdaten prüfen. Wer möglichst wenig konfigurieren möchte, fährt mit einem M-net Gerät meist einfacher. Details stehen auf der M-net Routerseite; die M-net hilft App unterstützt bei WLAN-Analyse, Einrichtung und Kontoverwaltung.

Beim Wechsel sollte der alte Festnetzanschluss nicht vorschnell selbst gekündigt werden. Über den M-net Wechselservice kann M-net die Kündigung übermitteln, die Rufnummernmitnahme organisieren und Hardware zusenden. Dafür sollten bisheriger Anbieter, Rufnummern, Lage der Anschlussdose und bestätigter Vertragsendtermin bereitliegen. Wer schon selbst gekündigt hat, sollte M-net laut offizieller Anleitung in der Regel mindestens 14 Tage vor dem bestätigten Ende informieren.
Umzug und Kündigung frühzeitig einplanen

Ein Umzug sollte mindestens etwa vier Wochen vorher im Kundenportal gemeldet werden. Vertrag, Optionen und Router werden grundsätzlich an die neue Adresse mitgenommen. Für die Fortführung mit der restlichen Laufzeit nennt M-net eine Umzugspauschale von 49,90 Euro; wer eine neue Mindestlaufzeit von 24 Monaten akzeptiert, zahlt diese Pauschale nicht. Das ist nur dann ein Vorteil, wenn die neue Bindung wirklich passt.
Verträge mit 24 Monaten Mindestlaufzeit können erstmals zum Laufzeitende mit einem Monat Frist ordentlich gekündigt werden. Danach laufen sie unbefristet weiter und sind ebenfalls mit einem Monat Frist kündbar. Ohne Mindestlaufzeit nennt die offizielle FAQ sechs Wochen Kündigungsfrist. Bei einem Umzug außerhalb des Versorgungsgebiets ist mit Nachweis ein Sonderkündigungsrecht von einem Monat zum Umzugstermin vorgesehen. Für einen Fernabsatzvertrag gibt es ein Online-Widerrufsformular; für die reguläre Beendigung steht das M-net Kündigungsformular bereit. Eingangs- und Abschlussbestätigung sollten gespeichert werden.
Leihhardware wird mit dem Retourenlabel aus dem Kundenportal kostenlos zurückgeschickt. Rücksendeschein, Netzteil und Kabel gehören ins Paket; ein stabiler Karton und der Einlieferungsbeleg schützen vor späteren Rückfragen.
Für wen M-net gut passt – und für wen eher nicht
- Gut passend: Haushalte mit echtem FTTH an der Adresse, hohem Upload-Bedarf, Wunsch nach regionalen Anlaufstellen und einem geführten Anbieterwechsel.
- Ebenfalls passend: Nutzer, die Routerkonfiguration und Fehleranalyse lieber mit Leihgerät und Anbieter-App lösen.
- Eher unpassend: häufig Umziehende, Haushalte außerhalb des Versorgungsgebiets und Personen, die nur den Einstiegspreis statt der Gesamtkosten vergleichen.
- Ebenfalls kritisch: anspruchsvolle Nutzer eigener Netzwerktechnik, die trotzdem vollständigen Gerätesupport durch den Anbieter erwarten.
Meine Empfehlung: 500 und 1000 als Vergleichsbasis nutzen
Nach dem Adresscheck würde ich Internet ohne Festnetz und Internet & Telefon zunächst mit 500 und 1.000 Mbit/s über 24 Monate rechnen. Erst wenn viele parallele Nutzer, große Uploads oder eine schnelle interne Infrastruktur vorhanden sind, sollte der 2.000er-Tarif dazukommen. Vor dem Absenden der Bestellung gehören Bereitstellung, Online-Vorteil, Routerversand, TVplus und der Preis ab Monat 25 auf eine kurze Checkliste.
Ist echtes FTTH verfügbar und liegt der 24-Monats-Durchschnitt nahe bei den bundesweiten Wettbewerbern, sind regionales Netz, Wechselservice und Gerätesupport starke Argumente für M-net. Gibt es an der Adresse nur eine schwächere VDSL-Variante, steht bald ein Umzug an oder wäre die höhere Geschwindigkeit im Heimnetz kaum nutzbar, sollte man sich weder von sechs günstigen Monaten noch von Auszeichnungen zu einer langen Laufzeit drängen lassen.



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