Kurzfazit: Für eine neue deutsche Website ist Shared Webhosting weiterhin die einfachste Startlinie, wenn Sie keine eigene Serveradministration wollen. IONOS passt, wenn ein stark gebündelter Einstieg mit Domain, SSL, E-Mail, 24/7-Support und viel Komfort wichtiger ist als maximale technische Kontrolle. STRATO ist attraktiv für einfache Firmen-, Vereins- und Inhaltsseiten, wenn Domain, SSL, Backup-Funktion und klare deutsche Hostingpakete im Vordergrund stehen. Hetzner ist die technisch nüchterne Wahl, wenn Preis, Ressourcen und konsoleH wichtiger sind als ein Alles-inklusive-Start; die Domain ist dort bewusst separat zu rechnen. ALL-INKL ist stark, wenn Sie transparente Monatspreise, viele Inklusivdomains, keine Mindestlaufzeit und telefonischen Support bevorzugen.
Stand: 23. Juni 2026. Rechnen Sie nicht nur den ersten Aktionsmonat. Entscheidend sind der spätere Monatspreis, die Zahl der dauerhaft enthaltenen Domains, E-Mail-Postfächer, Datenbanken, PHP-Prozesse, Speicher, Supportwege und die Frage, wie leicht Sie später zu WordPress-Hosting, VPS oder Managed Server wechseln können.
| Anbieter | Beste Nutzung | Achten auf |
|---|---|---|
| IONOS | Einsteiger, kleine Firmen, Website plus Domain plus E-Mail aus einer Hand | Folgepreis nach Aktion, E-Mail-Anzahl, gewähltes Performance-Level |
| STRATO | einfache Vereins-, Firmen- und Inhaltsseiten mit deutscher Paketlogik | Aktionspreis gegenüber Standardpreis, passende Domain- und SSL-Anzahl |
| Hetzner | technische Nutzer, kleinere Unternehmen, preisbewusste Projekte mit klaren Limits | Domain nicht enthalten, externe Domain kostet monatlich extra, Ressourcen pro Paket |
| ALL-INKL | mehrere Domains, Agentur-nahe Nutzung, planbare Pakete ohne lange Bindung | SSL-Details, Serverteilung, passende Paketstufe für SSH und Businessbedarf |
Vor dem Anbieter: Wann reicht Shared Webhosting?
Shared Webhosting reicht, wenn Sie eine Website, einen Blog, ein kleines Portfolio, eine Vereinsseite, ein lokales Firmenprofil oder ein überschaubares WordPress-Projekt betreiben. Sie bekommen Webspace, Datenbanken, E-Mail und ein Verwaltungsmenü, ohne den Server selbst zu patchen. Es ist nicht ideal, wenn Sie eigene Dienste, spezielle Serverpakete, hohe Last, Root-Zugriff, sehr viele Mandanten oder streng gesteuerte Deployment-Prozesse brauchen. Dann gehören VPS, Managed Server oder Cloud-Angebote in die engere Wahl.
Die wichtigste Trennlinie ist nicht Anfänger gegen Profi, sondern Verantwortung. Beim Shared-Paket übernimmt der Anbieter Betrieb und Grundsicherheit, dafür teilen sich mehrere Kunden Serverressourcen und Sie akzeptieren Paketlimits. Beim VPS bekommen Sie mehr Freiheit, aber auch Verantwortung für Updates, Firewall, Backups und Monitoring. Für die meisten ersten deutschen Websites ist Shared Hosting der bessere Start, solange Sie die Grenzen kennen.
IONOS: bequemes Gesamtpaket für den schnellen Start
IONOS hebt beim Webhosting hervor, dass SSL-Zertifikat, Domain und E-Mail-Postfach in allen Paketen enthalten sind. Die Seite nennt außerdem eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie, mehr als 99,99 Prozent Verfügbarkeit, europäische Infrastruktur, 24/7-Kundenservice und Paketstufen mit NVMe-Speicher, MariaDB-Datenbanken, Cronjobs, SFTP, manuell wählbaren PHP-Versionen und je nach Tarif CDN- und Speicherzugaben. In der aktuellen Darstellung starten Aktionspreise niedrig, danach steigen die monatlichen Preise je nach Paket.
Das ist gut für Leser, die schnell eine Domain, Website, E-Mail und einfache Apps wie WordPress, Joomla oder Drupal zusammenbringen wollen. Besonders kleine Unternehmen profitieren davon, dass Rechnung, Domain, Hosting und Support aus einer Hand kommen. Kritisch ist der Kostenvergleich nach der Aktion: Wer nur auf den ersten Monat oder das erste Jahr schaut, unterschätzt häufig Folgepreis, Einrichtungsgebühr, E-Mail-Anzahl und Performancebedarf.
STRATO: einfache deutsche Pakete mit Domain- und SSL-Fokus
STRATO positioniert Webhosting mit SSD-Performance, 99,99 Prozent garantierter Verfügbarkeit, automatisierten Backups, kostenfreiem Service-Telefon, unlimitiertem Traffic und bis zu zehn dauerhaft enthaltenen Domains. Die Paketlogik reicht von Starter über Basic und Plus bis Pro; die öffentliche Tarifansicht nennt Standardpreise von 6, 10, 14 und 24 Euro monatlich sowie Aktionsvarianten wie 0 Euro im ersten Monat oder 1 Euro für zwölf Monate, danach etwa 5, 9, 12 oder 22 Euro je nach Paket. Auch die Einrichtungsgebühr unterscheidet sich zwischen Standard- und Aktionsdarstellung.
STRATO passt gut, wenn Sie eine verständliche deutsche Hostingentscheidung treffen wollen: Vereinsseite, lokale Firma, kleines CMS, einfache E-Mail, mehrere Domains im Paket. Der Anbieter ist weniger eine Spezialistenwahl für fein justierte Serverdetails, sondern eher ein solider Bundle-Kauf. Vor Abschluss sollten Sie die Vertragsansicht öffnen und prüfen, ob Sie monatlich oder länger buchen, wie viele Domains dauerhaft inklusive sind und ob die Datenbank- und Webspace-Größe zum geplanten CMS passt.
Hetzner: stark, wenn Sie Domains und Ressourcen getrennt rechnen
Hetzner beschreibt seine Webhosting-Pakete als Hosting made in Germany und zeigt klare Ressourcenstufen. Wichtig ist der Domainpunkt: Webhosting-Pakete enthalten keine Domain; die Domain muss zusätzlich gebucht werden und ist für viele Funktionen wie öffentlichen HTTP-Zugang, Mailboxen und Varnish nötig. Die Hetzner-Dokumentation ergänzt, dass extern gebuchte Domains 0,76 Euro monatlich inklusive Umsatzsteuer je Domain kosten und dass alle Domains die Serverressourcen des Pakets teilen.
Die Paketdetails machen Hetzner für technischere Nutzer interessant. Webhosting M nennt etwa 50 GB Speicherplatz, unbegrenzte Mailboxen, 5 Datenbanken, 5 Cronjobs, 5 PHP-Prozesse, 256 MB Memory-Limit und Varnish. L erhöht Ressourcen und ergänzt unter anderem Redis, SSH und Node.js; XL geht weiter und nennt Telefonsupport. Das ist attraktiv, wenn Sie mit konkreten Limits umgehen können. Für Einsteiger ist es weniger komfortabel, weil Domainkosten, Paketressourcen und konsoleH-Bedienung bewusst verstanden werden müssen.
ALL-INKL: planbare Pakete, viele Domains und kurze Bindung
ALL-INKL zeigt im Paketvergleich vier Webhosting-Tarife mit einem Gratismonat und danach 4,95, 7,95, 9,95 oder 24,95 Euro monatlich. Die Einrichtungsgebühr ist in der aktuellen Darstellung gestrichen, die Tarife werden inklusive Domaingebühren gezeigt, und der Anbieter betont jederzeit kündbare Pakete sowie 24h Support. Privat+ nennt 7,95 Euro monatlich nach dem Gratismonat, keine Mindestvertragslaufzeit, 100 GB Speicherplatz, Traffic Flat, 50 Kunden je Server, 5 Inklusivdomains, 250 Subdomains, 1000 E-Mail-Postfächer und 25 MySQL-Datenbanken. Business nennt unter anderem 500 GB SSD, Traffic Flat und weniger Kunden je Server.
Das macht ALL-INKL stark für Nutzer, die mehrere Domains oder Projekte verwalten und eine planbare deutsche Hostingumgebung ohne lange Bindung möchten. Für Agentur-nahe Arbeit, kleine Portfolios mit mehreren Domains oder mehrere Inhaltsseiten ist das oft übersichtlicher als ein einziger sehr billiger Einstiegstarif. Prüfen sollten Sie, ob das gewünschte Paket SSH, Wildcard-Funktionen, SSL-Umfang und die nötige Serverteilung bietet.
| Szenario | Pragmatische Wahl | Warum |
|---|---|---|
| Erste kleine Firmenwebsite mit E-Mail | IONOS oder STRATO | Domain, SSL, Mail und Support sind leicht zusammen buchbar |
| Mehrere kleine Websites oder Domains | ALL-INKL Privat+ oder Premium prüfen | viele Inklusivdomains und kurze Bindung sind praktisch |
| Technisches WordPress oder kleines Projekt mit klaren Limits | Hetzner Webhosting M oder L prüfen | Ressourcen und Zusatzkosten sind transparent, aber weniger einsteigerfreundlich |
| Wachsender Shop oder Projekt mit Sonderdiensten | Shared Hosting nur als Start, Upgradepfad vorher klären | PHP-Prozesse, Speicher, Datenbanken und Backups werden schnell wichtiger als der Einstiegspreis |
Kostencheck vor dem Abschluss
Erstens: Notieren Sie Aktionspreis, Folgepreis und Einrichtungsgebühr getrennt. Zweitens: Prüfen Sie, ob die Domain dauerhaft enthalten ist oder nur das erste Jahr. Drittens: Zählen Sie echte E-Mail-Postfächer, Datenbanken und SSL-Zertifikate, nicht nur die Marketingzeile. Viertens: Lesen Sie die Grenzen für PHP-Prozesse, Memory-Limit, Cronjobs, SSH, Node.js, Redis oder CDN, falls Ihr Projekt mehr als eine einfache Website ist. Fünftens: Klären Sie Kündigung, Supportkanal und Backup-Wiederherstellung.
Der günstigste Anbieter ist nur dann günstig, wenn Sie nicht nach drei Monaten wegen fehlender Domain, zu wenig Mailboxen, schwacher Performance oder komplizierter Bedienung wechseln müssen. Wer eine Website für mehrere Jahre plant, sollte den Jahrespreis nach der Aktion, die enthaltenen Domains und den späteren Ausstiegspfad stärker gewichten als den Startpreis im Banner.
Offizielle Startpunkte
Aktuelle Tarife und technische Details sollten Sie direkt beim Anbieter prüfen: IONOS Webhosting / STRATO Webhosting / STRATO Domain-Hosting / Hetzner Webhosting / Hetzner Webhosting-Dokumentation / ALL-INKL Paketvergleich / ALL-INKL Privat+ / ALL-INKL Business.
Redaktionsempfehlung
Für die meisten neuen deutschen Websites würde ich zuerst zwischen Komfort und Kontrolle trennen. Wer Domain, Mail, SSL, Website und Support schnell zusammenbringen will, startet bei IONOS oder STRATO und rechnet konsequent den Folgepreis. Wer mehrere Domains, kurze Bindung und ein ruhiges Paketgefühl sucht, sollte ALL-INKL sehr ernst nehmen. Wer technische Limits lesen kann und Domainkosten separat einkalkuliert, findet bei Hetzner oft ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis. Sobald Umsatz, Shoplogik, hohe Last oder eigene Dienste wichtig werden, sollte Shared Webhosting nur die erste Stufe sein; dann gehört der Upgradepfad vor dem Kauf in die Entscheidung.



