Stand der Prüfung: 15. Juli 2026.
BLACKSIM ist eine deutsche Online-Mobilfunkmarke der Drillisch Online GmbH, die zur United-Internet-Gruppe gehört. Im Mittelpunkt stehen SIM-only-Tarife ohne Smartphone; auf der Startseite dominieren niedrige Monatspreise, viel Datenvolumen und der Begriff „Black Deal“. Für den späteren Alltag sind jedoch andere Punkte entscheidend: das Netz an den eigenen Orten, das Produktinformationsblatt des gewählten Tarifs, die Vertragsdauer und die Einstellungen, die nach der Aktivierung in der Servicewelt vorgenommen werden.
Kurz gesagt: Wer bereits ein passendes Smartphone besitzt und Rechnungen, Datenoptionen und Vertragsunterlagen selbst online verwalten kann, darf BLACKSIM in den Vergleich aufnehmen. Ohne Prüfung des 1&1-Netzes an Wohnung, Arbeitsplatz und Pendelstrecke sollte aber kein günstiger Monatspreis den Ausschlag geben.
Nicht mit dem größten Datenpaket beginnen, sondern mit der gewünschten Bindung
BLACKSIM zeigt derzeit Mobilfunktarife mit einem Monat und mit 24 Monaten Laufzeit. Am 15. Juli 2026 standen auf der Startseite beispielsweise 6 GB für 6,99 Euro, 12 GB für 8,99 Euro, 16 GB für 10,99 Euro und 50 GB für 19,99 Euro im Monat. Bei den gezeigten 24-Monatsvarianten betrug der Bereitstellungspreis 0 Euro, bei den gezeigten Monatsvarianten 9,99 Euro. Das ist eine datierte Aktionsaufnahme und keine dauerhafte Preisliste. Vor einer Bestellung müssen auf der deutschen BLACKSIM-Website die Tarifdetails und das Produktinformationsblatt des konkreten Angebots geöffnet werden.
Für den Vergleich reichen zwei Rechnungen: Beim festen Modell gilt zunächst „24 × Monatspreis + einmalige Kosten“, beim flexiblen Modell „voraussichtliche Nutzungsmonate × Monatspreis + einmalige Kosten“. Ist der Monatspreis gleich, spart die lange Variante möglicherweise nur den Bereitstellungspreis, verlangt dafür aber eine längere Bindung. Bei einem geplanten Umzug, Jobwechsel oder einem noch ungetesteten Netz können 9,99 Euro für Flexibilität günstiger sein als ein unpassender Zweijahresvertrag. Erst bei bestätigter Versorgung und stabilem Bedarf wird die niedrigere Startgebühr relevant.
1&1-5G-Netz, tarifliche Höchstgeschwindigkeit und Empfang vor Ort trennen
Nach der offiziellen BLACKSIM-Hilfe werden die Mobilfunktarife im 1&1-5G-Netz aktiviert. Diese Angabe benennt das Netz, ersetzt aber keinen Standorttest. Vor der Bestellung sollten mindestens Wohnung, Arbeitsplatz und regelmäßig genutzte Wege im BLACKSIM Netz-Check geprüft werden. Wer zu Hause stark auf Mobilfunk angewiesen ist, muss zusätzlich bedenken, dass Wände, Fenster, Endgerät, Frequenzen und Netzauslastung den Empfang beeinflussen.
Auch die Geschwindigkeit gehört zum einzelnen Tarif. Bei der Prüfung zeigte ein Aktionshinweis auf der Startseite „100 statt 50 MBit/s“, während die konkreten Karten für 6, 12, 16 und 50 GB weiterhin „bis zu 50 MBit/s“ auswiesen. Solche unterschiedlichen Ebenen sind ein guter Grund, nicht vom Banner auf den eigenen Vertrag zu schließen. Tarifdetails und Produktinformationsblatt sollten gespeichert werden; ein 5G-Symbol ist keine Zusage für eine bestimmte reale Geschwindigkeit an jedem Ort.
Datenautomatik ist kein unbegrenztes Datenvolumen
Je nach Tarif gehört bei BLACKSIM eine Datenautomatik dazu. Nach Verbrauch des Inklusivvolumens kann zusätzliches Datenvolumen kostenpflichtig automatisch gebucht werden. BLACKSIM informiert laut eigener Hilfe bei 80 und 100 Prozent Verbrauch sowie nach jeder Erweiterung per SMS. Nach drei automatischen Erweiterungen wird die Geschwindigkeit auf maximal 64 kbit/s reduziert; anschließend kann ein weiteres Datenpaket angeboten werden. Das ist weder kostenloses Weitersurfen noch dasselbe wie eine gewöhnliche Drosselung.
Wer diese Zusatzbuchungen nicht möchte, kann die Datenautomatik nach Freischaltung des Tarifs in der persönlichen Servicewelt deaktivieren. Sinnvoll ist deshalb eine feste Aktivierungsroutine: anmelden, den Status der Datenoption prüfen, eine Entscheidung treffen und den Zustand dokumentieren. Menge und Preis jeder Erweiterung können tarifabhängig sein; maßgeblich sind die BLACKSIM-Hinweise zur Datenautomatik und die Unterlagen des eigenen Tarifs.
Am ersten Tag die Servicewelt einrichten

Die persönliche Servicewelt ist im Browser und als kostenlose App verfügbar. Dort stehen Tarif- und Kundendaten, Rechnungen, PIN und PUK, Angebote, SIM-Sperre und Ersatzkarte bereit. Nach der Aktivierung sollten Benutzername, Servicewelt-Passwort und Service-PIN beziehungsweise Hotline-Kennwort sauber getrennt gespeichert werden. Für telefonische Anfragen wird die Service-PIN oder das Hotline-Kennwort benötigt.
Eine gute erste Sitzung umfasst vier Punkte: Vertrag und Produktinformationsblatt sichern, Datenautomatik prüfen, E-Mail-Adresse für Rechnungsbenachrichtigungen kontrollieren und die Nummer zur SIM-Sperre außerhalb des Smartphones notieren. Der offizielle BLACKSIM Kunden-Guide erklärt, wo PIN/PUK, Ersatzkarte und weitere Selbstbedienungsfunktionen liegen. Die Kundenhotline wird täglich von 06:00 bis 22:00 Uhr ausgewiesen.
eSIM spart Wartezeit, nicht die Geräteprüfung

Bei einer neuen Bestellung lässt sich zwischen eSIM und klassischer SIM-Karte wählen. Die eSIM vermeidet den Postweg; laut Startseite kann sie nach erfolgreicher Bestellung über die Servicewelt-App aktiviert werden. Die physische Karte ist sinnvoll, wenn das Gerät keine eSIM unterstützt, eine Karte regelmäßig zwischen Geräten gewechselt wird oder eine sichtbare Reserve bevorzugt wird. Bestandskunden können eine eSIM auch als Ersatzkarte in der Servicewelt bestellen.
Vor der Entscheidung sind drei Fragen wichtig: Unterstützt genau diese Modellvariante eSIM, ist noch ein eSIM-Profil nutzbar und wie funktioniert die Übertragung beim nächsten Gerätewechsel? Bei Dual-SIM-Geräten müssen zudem Standardleitungen für Telefonie, SMS und mobile Daten festgelegt werden. Eine eSIM beschleunigt die Bereitstellung, aber weder eine Rufnummernmitnahme noch die Netzabdeckung.
Bei der Rufnummernmitnahme sind übereinstimmende Kundendaten entscheidend

Die Mitnahme einer Mobilfunknummer zu BLACKSIM ist kostenlos. Für eine Portierung zum Vertragsende nennt BLACKSIM ein Fenster von frühestens 120 Tagen vor dem Ende des Altvertrags bis spätestens 85 Tage danach. Bei einer vorzeitigen Portierung muss der bisherige Anbieter die Nummer zunächst freigeben. Nach der Bestellung wird außerdem ein Bestätigungslink per E-Mail versandt; mit dem Absenden des Warenkorbs ist der Vorgang noch nicht abgeschlossen.
Vor dem Start der BLACKSIM-Rufnummernmitnahme sollten Name, Geburtsdatum, Anschrift und Vertragsinhaber im alten Kundenkonto exakt geprüft werden. Abweichende Schreibweisen führen eher zu Problemen als ein vergessener Rabatt. Aufbewahrt werden sollten Bestellnummer, Ende des Altvertrags, Freigabebestätigung und BLACKSIM-E-Mails. Eine nachträgliche Portierung ist für Bestandskunden über die Servicewelt möglich.
EU-Roaming endet nicht an jeder europäischen Grenze gleich
In fast allen BLACKSIM-Tarifen ist EU-Roaming enthalten. Innerhalb der EU sowie in Norwegen, Island und Liechtenstein können Telefonie, SMS und Daten nach den Tarifbedingungen genutzt werden; die Fair-Use-Regeln bleiben bestehen. Die Schweiz fällt nicht unter die EU-Roaming-Verordnung. „Reise in Europa“ darf deshalb nicht automatisch mit Inlandskonditionen in jedem europäischen Land gleichgesetzt werden.
Besondere Vorsicht gilt auf Kreuzfahrtschiffen, Fähren und in Flugzeugen. Satelliten- oder Bordnetze fallen auch in EU-Gewässern und im EU-Luftraum nicht unter die EU-Roaming-Regeln und können hohe Kosten verursachen. Vor der Reise gehören die offiziellen BLACKSIM-Roaminginformationen und die persönliche Preisliste auf die Prüfliste. Auf Schiffen und im Flugzeug ist der Flugmodus die sichere Grundeinstellung, wenn keine Datenverbindung benötigt wird.
Eine Kündigungsvormerkung ist noch keine bestätigte Kündigung
Mindestvertragslaufzeit und Kündigungsfrist stehen in der Servicewelt unter Vertrag → Tarifdetails. BLACKSIM bietet dort eine Kündigungsvormerkung an. Sie sichert den Zeitpunkt nur dann, wenn sie innerhalb von sieben Tagen telefonisch beim Kundenservice bestätigt wird. Ohne diese Bestätigung wird die Vormerkung automatisch gelöscht und der Vertrag läuft weiter. Das sollte bereits vor der Entscheidung für 24 Monate bekannt sein.
BLACKSIM weist außerdem darauf hin, dass eine Kündigung auch auf anderem Weg, etwa schriftlich oder per E-Mail, möglich ist. Unabhängig vom Weg gilt die im eigenen Vertrag angezeigte Frist; Versandnachweis, Inhalt und Bestätigung sollten aufbewahrt werden. Bei Nutzung der Vormerkung wird das Hotline-Kennwort benötigt, und nach dem Telefonat muss eine endgültige Bestätigung kontrolliert werden. Die Schritte stehen in der BLACKSIM-Kündigungshilfe.
Für wen BLACKSIM passt und wer zunächst weitervergleichen sollte
BLACKSIM passt besonders zu Menschen mit vorhandenem Smartphone, relativ stabilem Datenbedarf und Bereitschaft zur digitalen Selbstverwaltung. Wer das 1&1-Netz prüft, das Produktinformationsblatt speichert und Datenoptionen sowie Rechnungen in der Servicewelt kontrolliert, kann einen günstigen SIM-only-Tarif übersichtlich nutzen. Als überprüfbare Unternehmenssignale nennt die Website die Drillisch Online GmbH, die Zugehörigkeit zur United-Internet-Gruppe, mehr als 25 Jahre Erfahrung, ein TÜV-Saarland-Siegel für den Informationsservice des Onlineportals und eine täglich erreichbare Hotline.
Weniger passend ist das Modell bei Bedarf an Filialberatung, zwingend hoher Leistung an einem schwierigen Innenstandort, häufigen Reisen außerhalb der EU-Regelzone oder fehlender Bereitschaft zur Online-Verwaltung. Bei unsicherer Versorgung bietet die Monatsvariante einen begrenzteren Test; zeigt bereits der Netz-Check deutliche Schwächen, rechtfertigt ein Aktionspreis keinen Zweijahresversuch. Aktuelle EuroSnip-Einträge zum Händler stehen auf der BLACKSIM-Shopseite; Vertragsbedingungen kommen weiterhin ausschließlich aus dem BLACKSIM-Bestellprozess und dem Produktinformationsblatt.
Die Zehn-Minuten-Prüfung vor der Bestellung
- 1&1-Netzabdeckung an Wohnung, Arbeitsplatz und regelmäßigen Strecken prüfen.
- Tarifdetails und Produktinformationsblatt öffnen; Höchstgeschwindigkeit, Datenvolumen und sämtliche Kosten abgleichen.
- Die erwarteten Gesamtkosten für einen Monatstarif und für 24 Monate getrennt berechnen.
- Prüfen, ob Datenautomatik zum Tarif gehört, und die gewünschte Einstellung nach Aktivierung einplanen.
- eSIM-Kompatibilität, freie Profile und Dual-SIM-Nutzung klären; sonst eine physische SIM wählen.
- Für die Portierung identische Kundendaten beim alten und neuen Anbieter sicherstellen und den E-Mail-Link bestätigen.
- Vor Reisen Zielgebiet, Schweiz-Ausnahme, Fair Use sowie Schiffs- und Flugzeugnetze prüfen.
- Vertrag, Produktinformationsblatt, Bestellnummer, Portierungsnachweise und Kündigungsbestätigung aufbewahren.
Fazit: Bei BLACKSIM entsteht ein kontrollierbarer Preis nicht durch die größte GB-Zahl auf der Startseite, sondern durch vier saubere Entscheidungen: Gesamtkosten, Versorgung am eigenen Ort, Datenoptionen und Ausstiegsweg. Sind alle vier geklärt, kann der niedrige Monatspreis sinnvoll sein. Bleibt einer davon offen, ist mehr Flexibilität oder ein weiterer Vergleich die bessere Wahl.



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