Wer neu in Deutschland ist, sucht irgendwann nach einer Empfehlung für eine deutsche Bankkarte. Dann erscheinen C24, ING, DKB, N26, Postbank, Deutsche Bank, Commerzbank und Sparkasse in einer langen Liste. Alle werben mit kostenlos, Bargeld, Cashback, Debit oder Kreditkarte. Je länger man liest, desto schwerer fällt der Antrag.
Der spätere Ärger entsteht selten, weil jemand nicht das billigste Konto genommen hat. Häufiger wurde die Frage zu klein gedacht: Sie wählen nicht nur eine Karte. Sie wählen das Konto, über das Gehalt, Miete, Versicherungen, Bargeld, Reisen und der Kontakt zum Kundenservice laufen.
Typisch sind zwei Situationen: Erst nachdem Miete, Mobilfunk und Versicherungen eingerichtet sind, fällt auf, dass die Voraussetzung für kostenlose Kontoführung nie erfüllt wurde. Oder ein reines Online-Konto wirkt perfekt, bis Bargeld eingezahlt, eine Identität geklärt oder eine ungewöhnliche Belastung erklärt werden muss. Dann fehlt nicht eine schönere Karte, sondern ein Weg, ein Problem wirklich zu lösen.
Die kurze Einordnung: Bei noch unregelmäßigem Einkommen und dem Wunsch nach klar getrennten Alltagstöpfen ist C24 ein starker Start. Wer regelmäßig mindestens 1.000 Euro bekommt und ein ruhiges Hauptkonto sucht, sollte ING prüfen. DKB wird besonders sinnvoll, wenn jeden Monat 700 Euro eingehen und Zahlungen außerhalb der Eurozone tatsächlich zum Alltag gehören. Wer Bargeld einzahlt oder persönliche Hilfe schätzt, sollte Deutsche Bank, Postbank, Commerzbank sowie Sparkasse oder Volksbank am Wohnort nicht auslassen.
Erst die Begriffe klären: Ein Konto ist keine Karte
Ein Girokonto ist das alltägliche Zahlungskonto. Darauf kommt das Gehalt, davon gehen Miete und Strom per Lastschrift ab, darüber laufen Überweisungen und Daueraufträge. Die Karte ist nur ein Werkzeug, das dieses Konto nutzbar macht.
Eine girocard ist die bekannte deutsche Debitkarte, die viele weiterhin EC-Karte nennen. Sie belastet das Konto direkt und kann in kleineren Geschäften, Praxen, Vereinen oder an älteren Terminals praktisch sein. Manche Banken berechnen dafür einen Aufpreis. Deshalb reicht die Aussage Karte inklusive nicht: Entscheidend ist, welche Karte es tatsächlich ist.
Eine Visa- oder Mastercard-Debitkarte ist ebenfalls eine Debitkarte. Umsätze werden in der Regel direkt vom Girokonto abgebucht. Für Onlineshopping, Alltag und Reisen ist sie oft die wichtigste Karte; C24, ING, DKB, N26 und Santander setzen vor allem auf dieses Modell.
Eine echte Kreditkarte wird typischerweise später monatlich abgerechnet und kommt nicht automatisch mit jedem Girokonto. Bei Hotelkautionen, Mietwagen oder manchen Reservierungen kann ein Anbieter Debit- und Kreditkarte unterscheiden. Das Visa- oder Mastercard-Zeichen allein ist daher keine Garantie für jedes Kautionsszenario.
Auch diese Begriffe sollten getrennt bleiben: Tagesgeld ist für Reservegeld, Festgeld bindet Geld bis zum Ende der Laufzeit, und ein Depot ist ein Wertpapierkonto. Alles kann in derselben App liegen, aber die Miete für den nächsten Monat gehört nicht in dieselbe Schublade wie langfristige Anlageentscheidungen.
Wenn ein normales Konto nicht klappt, ist ein Basiskonto wichtig zu kennen. Es deckt grundlegende Zahlungsfunktionen wie Ein- und Auszahlungen, Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen ab. Es muss nicht kostenlos sein und enthält meist keinen Dispokredit, ist aber ein relevanter Zugang zur Grundversorgung mit Zahlungsverkehr.
Vier Fragen sortieren die Konten schneller als jede Rangliste
Kommt jeden Monat ein passender Geldeingang von selbst? Davon hängt die Kontoführungsgebühr ab. ING verlangt 1.000 Euro, DKB, comdirect und 1822direkt arbeiten häufig mit 700 Euro, Postbank Giro pur mit 900 Euro und digitaler Nutzung. Geld zwischen eigenen Konten hin- und herzuschieben ist keine gute Dauerstrategie; die Bank muss es nicht als qualifizierten Eingang anerkennen.
Spielt Bargeld in Ihrem Alltag eine Rolle? Einmal 50 Euro am Automaten abheben und regelmäßig Scheine oder Münzen einzahlen sind zwei verschiedene Fragen. Viele digitale Konten sind beim Abheben gut, beim Einzahlen aber teuer, eingeschränkt oder als einziges Konto für Barumsätze ungeeignet.
Brauchen Sie vor allem eine App oder auch eine erreichbare Person? Online-Banken erledigen den Alltag oft sehr schnell. Bei Identifizierung, Bargeld, komplexen Überweisungen, Vollmachten, Nachlassfällen oder gesperrten Funktionen kann ein Standort oder Telefonsupport plötzlich sehr konkret wertvoll werden. Das ist nicht altmodisch, sondern eine Frage, wie viel Unsicherheit Sie selbst tragen möchten.
Reisen Sie wirklich außerhalb der Eurozone? Ferien im Euroraum sind etwas anderes als Zahlungen in der Schweiz, im Vereinigten Königreich, in der Türkei oder in den USA. Fremdwährungsentgelt, Auslandsabhebung und ein Aufschlag des Automatenbetreibers sind ebenfalls unterschiedliche Kosten. Erst bei echten Fremdwährungsausgaben lohnt der Blick auf Aktivstatus und Auslandsregeln.
So würde ich die ersten Anträge in Deutschland einordnen
Das ist keine Liste mit nur vier Gewinnern. Jedes Konto löst einen anderen Alltag. Die direkten Antragsseiten stehen hier zusammen, damit die Bedingungen zuerst gelesen und der Antrag danach gestellt wird.
C24 Smartkonto: für unregelmäßiges Einkommen und klare Alltagstöpfe
Der Reiz von C24 ist nicht nur die fehlende Grundgebühr. Es gibt keinen Mindesteingang, Mastercard, girocard und Echtzeitüberweisungen sind kostenlos. Bis zu vier Pockets mit eigener IBAN helfen dabei, Miete, Steuern, Reisebudget oder gemeinsame Ausgaben vor dem Ausgeben sichtbar zu trennen. Derzeit sind außerdem vier weltweite Abhebungen pro Monat kostenlos. Für den Start nach Umzug, Studium oder bei schwankender Selbstständigkeit ist das ein entspanntes Hauptkonto.
Die Grenze ist genauso klar: Wer regelmäßig Scheine einzahlt, bekommt über ReiseBank oder viacash keine klassische Filialerfahrung und muss mit Kosten rechnen. Bargeld sollte kein Nebengedanke sein, wenn es zum Alltag gehört.
C24 Smartkonto: offizielle Bedingungen und Antrag
N26 Standard: gut für einen leichten mobilen Alltag, nicht für jeden Hauptaccount
N26 Standard hat keine Kontoführungsgebühr und keinen Mindesteingang. Die virtuelle Mastercard Debit ist kostenlos, die physische Karte kostet einmalig 10 Euro. Im Euroraum sind zwei Abhebungen pro Monat kostenlos. Das passt zu Mobile Payment, Onlineshopping und einem Alltag mit sehr wenig Bargeld.
Wer häufig abhebt, eine girocard braucht, eine Filiale erwartet oder ein gemeinsames Haushaltskonto aufbauen möchte, findet mit N26 nicht automatisch die bequemste Hauptlösung.
N26 Standard: offizielle Kontoübersicht
Santander BestGiro: ohne festes Gehalt und nicht nur mit Chatfenster
BestGiro von Santander hat derzeit keine Kontoführungsgebühr und keinen Mindesteingang, enthält eine Visa Debitkarte und erlaubt die ersten sechs weltweiten Abhebungen im Monat ohne Bankentgelt. Es ist nicht das Konto mit den meisten Unterkonten, hat aber ein Filialnetz im Hintergrund. Das macht es interessant, wenn das Einkommen noch nicht stabil ist und nicht jedes Anliegen in einem Online-Formular landen soll.
Santander BestGiro: offizielle Antragsseite
Targobank Online-Konto: Filialbank-Option mit niedrigerer Einkommensschwelle
Beim Targobank Online-Konto entfällt die Kontoführungsgebühr ab mindestens 600 Euro Gehaltseingang im Monat; darunter kostet es 3,95 Euro monatlich. Es ist weder ein C24-artiges Ordnungswerkzeug noch ein DKB-Reisekonto, sondern eine Zwischenlösung für Menschen, die einen traditionellen Bankhintergrund möchten, ohne auf ein hohes Gehalt warten zu müssen. Entscheidend ist, ob eine Filiale am eigenen Wohnort wirklich nutzbar liegt.
Targobank Online-Konto: Entgeltinformation
ING: ein langfristig ruhiges Hauptkonto bei stabilem Gehalt
Bei ING ist die Logik einfach: Ab 1.000 Euro qualifiziertem Geldeingang im Monat oder für Kontoinhaber unter 28 Jahren kostet die Kontoführung 0 Euro, sonst 4,90 Euro. Die Visa Debit ist kostenlos, die physische girocard ist optional und kostet 1,49 Euro im Monat. An Visa-Automaten in Deutschland und der Eurozone kann ab 50 Euro kostenlos abgehoben werden; außerhalb der Eurozone fallen 2,20 Prozent Auslandseinsatzentgelt an.
Wenn Gehalt, Miete, Versicherungen und Lastschriften stabil laufen und 1.000 Euro kein künstliches Ziel sind, ist ING für viele das Konto, das keinen unnötigen Lärm macht.
ING Girokonto: offizielle Bedingungen und Antrag
DKB: für echte Fremdwährungsnutzung, nicht nur für das Etikett Reisen
Das erste DKB-Girokonto ist bei mindestens 700 Euro monatlichem Eingang oder für Personen unter 28 Jahren kostenlos, sonst kostet es 4,50 Euro monatlich; die Visa Debit ist inklusive. Neue Kunden erhalten den Aktivstatus für drei Monate. Danach sind in der Regel drei aufeinanderfolgende Monate und dauerhaft mindestens 700 Euro Eingang nötig. Mit Aktivstatus sind Zahlungen und Abhebungen in Fremdwährung von DKB-Seite kostenlos; ohne Aktivstatus berechnet DKB für Fremdwährungsumsätze 2,20 Prozent. Gebühren des Automatenbetreibers können trotzdem anfallen.
Für regelmäßige Wege in die Schweiz, nach Großbritannien, in die Türkei oder in die USA ist das überzeugend. Wer einmal im Jahr im Euroraum verreist, muss das Hauptkonto nicht in eine monatliche Statusaufgabe verwandeln.
DKB Girokonto: Aktivstatus und Gebührenregeln
comdirect: für einen Alltag, der bereits gut läuft
Bei comdirect sind die ersten sechs Monate nach Eröffnung kostenlos. Danach bleibt das Konto ab 700 Euro qualifiziertem Geldeingang oder bei passenden Voraussetzungen unter 28 Jahren in Schule, Studium, Ausbildung oder Praktikum kostenlos; andernfalls kostet es 4,90 Euro monatlich. Das passt zu Menschen, die ein reifes Online-Hauptkonto möchten und sich nicht täglich mit ihrer Bank beschäftigen wollen. Auch hier ist der qualifizierte Eingang entscheidend, nicht ein interner Geldkreislauf.
comdirect Girokonto: offizielle Bedingungen
Postbank Giro pur: die 900-Euro-Route bei einer traditionellen Bank
Postbank ist nicht nur eine Bank für die Elterngeneration. Giro pur kostet bei mindestens 900 Euro Geldeingang im Kalendermonat und digitaler Nutzung 0 Euro, sonst 5,90 Euro monatlich. Derzeit sind bis zu drei Pockets möglich. Das passt zu Menschen, die einen großen Namen, Bargeldoptionen und eine traditionelle Bankanbindung möchten, den Alltag aber trotzdem über App und Online-Banking erledigen.
Gerade bei stabilem Einkommen und dem Wunsch, nicht vollständig von einem reinen Online-Anbieter abhängig zu sein, ist das eine ernsthafte Route. Studierende und Auszubildende sollten ihre eigene Berechtigung separat prüfen und nicht nur auf die 900-Euro-Regel für Erwachsene schauen.
Postbank Giro pur: offizielle Bedingungen und Antrag
Deutsche Bank: wenn Bargeld und Service den Monatsbetrag rechtfertigen
Das AktivKonto der Deutschen Bank kostet derzeit 6,90 Euro monatlich, das BestKonto 13,90 Euro. Beide sind nicht für den niedrigsten Preis gebaut, sondern bündeln Girokonto, Cash-Group-Abhebungen, Bargeldzugang und persönlichen Service. Für Schüler, Auszubildende, Studierende und bestimmte Freiwilligendienste gibt es mit Das Junge Konto eine eigene Route; die Erwachsenenpreise sind also nicht die ganze Geschichte.
Wer nie Bargeld einzahlt und keine Filiale betritt, muss nicht für den Namen bezahlen. Wenn Bargeld, Telefonhilfe und ein Gespräch vor Ort jedoch wichtig sind, sind 6,90 Euro nicht automatisch verschwendet.
Deutsche Bank: Kontoübersicht und Antrag
Commerzbank: 4,90 Euro für einen bewusst klaren Serviceweg
Das digitale GiroKonto der Commerzbank kostet derzeit 4,90 Euro im Monat ohne Gehaltsschwelle. KlassikKonto kostet 9,90 Euro und enthält umfangreicheren Filial- und Telefonservice, zwei girocards sowie Mastercard Debit; PremiumKonto kostet 12,90 Euro. Das Konto wirbt nicht über gratis, sondern macht den Preis sichtbar. Es passt, wenn Filialservice, Gemeinschaftskonto oder Bargeldnetz gebraucht werden und monatliche Einkommensschwellen nicht ständig mitlaufen sollen.
Ab 50.000 Euro zusammen gerechneten Vermögens gelten für das digitale GiroKonto andere Freistellungsregeln. Für die meisten Neuankömmlinge ist das kein Standardfall und keine normale Gratisoption.
Commerzbank: GiroKonto, KlassikKonto und PremiumKonto
Postbank Giro extra plus: erst bei hohem Einkommen oder echtem Familienbedarf
Giro extra plus ist bei mindestens 3.000 Euro bargeldlosem Eingang im Monat kostenlos, sonst fallen 11,90 Euro monatlich an. Das Paket enthält mehr Karten- und Papierleistungen. Es ist nicht besser, weil es teurer ist, sondern sinnvoll für hohes Einkommen, gemeinsame Haushalte oder einen tatsächlichen Bedarf an umfassendem Filial- und Papiergeschäft. Für den Berufseinstieg sind Giro pur, ING oder C24 oft die klarere Lösung.
Postbank Giro extra plus: offizielle Bedingungen
Sparkasse, Volksbank und 1822direkt: zuerst nach Stadt, nicht nach bundesweitem Slogan entscheiden
Der Wert von Sparkasse und Volksbank/Raiffeisenbank ist lokal: nahe Filialen, Automaten, Bargeldgeschäft und Menschen, die die Abläufe vor Ort kennen. Das Sparkassen-Netz umfasst rund 20.000 Geldautomaten, doch die Institute kalkulieren unabhängig. Monatspreis, Papierbuchungen, Bareinzahlung und Kreditkartenkosten können sich deutlich unterscheiden. Deshalb zuerst die Filiale und das Preisblatt am Wohnort prüfen, nicht eine pauschale Deutschland-Rangliste.
1822direkt ist ein brauchbarer Mittelweg. GiroDirekt ist ab 700 Euro Geldeingang oder für Neukunden unter 30 Jahren kostenlos und enthält eine Sparkassen-Card. Wer girocard und Sparkassen-Automaten schätzt, aber nicht direkt in ein lokales Sparkassen-Preismodell möchte, sollte dort anfangen.
1822direkt GiroDirekt: offizielle Bedingungen
Trade Republic: ein Girokonto ersetzt nicht automatisch das erste Hauptkonto
Neue Kunden von Trade Republic können ein Girokonto für Gehalt, Überweisungen, Daueraufträge und Lastschriften nutzen und erhalten eine Visa Debitkarte. Das kann gut passen, wenn App-Banking, Bargeldmanagement und Wertpapierdepot bewusst in einem System liegen sollen. Ab einer Abhebung von 100 Euro verlangt Trade Republic selbst kein Abhebeentgelt; ein Automatenbetreiber kann weiterhin eine eigene Gebühr verlangen.
Als erstes deutsches Hauptkonto sollte es nicht nur wegen eines Zinsversprechens gewählt werden. Entscheidend sind Bargeld, girocard-Bedarf und die Frage, ob Gehalt, Miete und Wertpapierdepot wirklich in derselben App liegen sollen. Mit einem stabilen Hauptkonto im Rücken funktioniert Trade Republic für viele besser als zusätzliche Zahlungs- und Anlagekarte.
Trade Republic: Girokonto und Karte im offiziellen Support
Bargeld entscheidet oft, ob eine Filialbank die bessere Wahl ist
Viele Übersichten sprechen nur über kostenlose Abhebungen. Die wichtigere Frage lautet oft: Wie kommt ein Schein wieder auf das Konto? Genau dort unterscheidet sich ein digitales Konto von einer Filialbank.
- Nur gelegentlich abheben: Prüfen Sie Automatennetz, Freikontingent und Mindestbetrag. ING, DKB, Cash Group und Sparkassen nutzen unterschiedliche Wege.
- Gelegentlich Scheine einzahlen: Suchen Sie nach einem passenden Einzahlungsautomaten in der Nähe. ING hat eigene Einzahlungsautomaten, QR-Einzahlungen im Handel können kostenpflichtig sein. Auch bei großen Banken unterscheiden sich Automat und Schalter.
- Häufig Bargeld einzahlen: Nicht zuerst auf die Null-Euro-Gebühr schauen. Bei C24 kostet der Einzahlungsweg, und viele Online-Konten sind als einziges Konto für Trinkgeld, Barumsätze oder regelmäßige Scheineinzahlungen nicht ideal.
- Münzen: Annahme, Gebühr und Verpackungspflicht sind lokal verschieden. Bei regelmäßigem Münzgeld zuerst die konkrete Filiale fragen.
Studium, Ausbildung, Paare und Familien: nicht mit der Formel für ein Einzelkonto beginnen
Studierende und Auszubildende: Viele Banken verbinden Schule, Hochschule, Ausbildung, Praktikum oder Freiwilligendienst mit Altersgrenzen. Das Junge Konto der Deutschen Bank, die Unter-28-Regeln von ING und DKB sowie die junge Route bei comdirect verdienen einen separaten Blick. Wichtiger als ein Startbonus ist die Frage, was nach Studienende, Ausbildungsende oder Altersgrenze kostet. Ein Kalenderhinweis spart später Überraschungen.
Gemeinschaftskonto: Für Paare, Ehepartner oder WGs ist es meist sinnvoller, eigene Hauptkonten zu behalten und ein Gemeinschaftskonto nur für Miete, Strom, Internet, Einkäufe und Reisen zu führen. Vorher vier Punkte klären: Kann jede Person einzeln überweisen und zahlen? Wie viele Karten gibt es und was kosten sie? Wer sieht alle Umsätze? Wer trägt Verantwortung für Dispo oder Schulden?
Eröffnung, Kontowechsel und Kündigung: lieber als kleines Projekt behandeln
- Zuerst die Kontoroute wählen, dann auf der offiziellen Seite beantragen. Nicht aus Unsicherheit viele Konten gleichzeitig eröffnen.
- Gültigen Ausweis, deutsche Adresse und die verlangten Kontaktdaten bereithalten. Je nach Bank laufen VideoIdent, PostIdent, eID oder eine Filialprüfung. Ein abgelehnter Antrag sagt nicht aus, dass jemand nicht für deutsche Banken geeignet ist.
- Das neue Konto erst testen. Eine kleine Überweisung, eine normale Zahlung und eine Abhebung durchführen, bevor Gehalt, Miete, Versicherungen, Mobilfunk und Abos umziehen.
- Das alte Konto mindestens einen Abrechnungszyklus offen lassen. Erst wenn keine Lastschrift fehlt, kündigen. Ein Kontowechselservice erkennt Partner, ersetzt aber nicht die eigene Kontrolle.
- Das Preisblatt vom Eröffnungstag speichern. Niemand muss es auswendig lernen; bei Gebührenänderung, Streit oder Kündigung ist es hilfreicher als Erinnerung.
Verbraucher können ihr Konto im Regelfall jederzeit kündigen; eine vereinbarte Kündigungsfrist darf einen Monat nicht überschreiten, und für die Kontokündigung selbst darf keine Gebühr verlangt werden. Vorher müssen Guthaben, Lastschriften, Dispo und noch nicht abgerechnete Kreditkartenumsätze sauber geklärt sein.
Die direkte Entscheidung ohne Umweg
Noch kein stabiles Gehalt: zuerst C24 prüfen; bei fast keinem Bargeld und rein mobilem Alltag N26; wer nicht vollständig auf digitale Unterstützung setzen möchte, prüft Santander BestGiro oder Targobank.
Gehalt läuft stabil: Ab 1.000 Euro und mit Wunsch nach Ruhe zuerst ING. Ab 700 Euro plus echten Fremdwährungsausgaben DKB. Für ein etabliertes Online-Konto comdirect. Ab 900 Euro und mit Wunsch nach einer traditionellen Bank Postbank Giro pur nicht übersehen.
Bargeld, Filiale oder persönlicher Support sind wichtig: Deutsche Bank, Commerzbank und Postbank als Servicepakete vergleichen und danach Sparkasse oder Volksbank am eigenen Wohnort prüfen. Diese Banken verdienen einen ernsthaften Vergleich. Sie verkaufen nur etwas anderes: Bei einem kleinen Kontoproblem müssen Sie nicht allein vor einem FAQ raten.
Gebühren, Voraussetzungen, Karten, Bargeldservices und Aktionen können sich ändern. Bedingungsstand dieses Leitfadens: 1. August 2026. Vor dem Antrag gelten die offizielle Produktseite, das Preis- und Leistungsverzeichnis sowie die Antragsstrecke der jeweiligen Bank. Dieser Leitfaden ist allgemeine Information und keine individuelle Finanz-, Steuer- oder Anlageberatung.




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